Zaubertränke - Teil 2

Zurück

 

 

Dieses Buch wurde für die HPW-Bibliothek erstellt und basiert u. a. auf den Unterrichtsvorgaben von Lady Mysteria.

Die Gesamtpunkte meiner Bibliotheksbeiträge können in der Punkteübersicht (siehe Navigationsleiste) eingesehen werden.

 

 

Zaubertränke für Fortgeschrittene

von Libatius Borage

 

Inhalt

 

I Vorwort

II Gehobene Ansprüche der neuen Braukunst

III Rezepturen

 

V Nachwort

 

 

 

I Vorwort

 

Wer dieses Werk in den Händen hält, sei gewarnt: Die enthaltenen Rezepturen setzen eine Grunderfahrung mit der geheimnisvollen Kunst des Tränkebrauens voraus. Wer sich nicht bereits eingehend damit beschäftigt hat, wird unweigerlich scheitern und die Ergebnisse werden bestenfalls wirkungslos, schlimmstenfalls hochgiftig und gefährlich sein.

Mein alter Freund und Vertrauter Arsenius Bunsen verfasst derzeit ein Grundlagenwerk, auf welches ich mit meinen Erkenntnissen aufbauen möchte. Bitte machen Sie sich zunächst mit seinen Lektionen vertraut und wenden Sie sich den meinen erst dann zu, wenn sie die einfachen Tränke beherrschen und fehlerfrei zubereiten können.

Sie finden auf den folgenden Seiten zahlreiche Rezepte, die ich im Laufe meines Lebens zusammengetragen habe. An einigen Stellen habe ich mich aus nostalgischen Gründen dazu entschlossen, den Wortlaut des Trankerfinders beizubehalten und nicht in die moderne Sprache zu fassen, was für einen wahren Meister der Zaubertränke aber kein Problem darstellen dürfte.

 

Hochachtungsvoll

 

Libatius Borage

 

 

II Gehobene Ansprüche der Braukunst

Sie werden feststellen, dass die in meinem Buch genannten Tränke ungleich komplizierter sind als alles, was sie bisher gebraut haben. Um überhaupt ein zufriedenstellendes Ergebnis zu ermöglichen, werden Sie zudem Zutaten verwenden müssen, die mitunter selten und teuer sind.

Ich setze voraus, dass ihre Ausrüstungssammlung neben dem sogenannten „Grundlagenbestand“ folgendes umfasst:

  • Drachenhauthandschuhe
  • silberne Pinzette
  • Pipetten
  • Schraubgläser, Phiolen und Kristallfläschchen in ausreichender Menge
  • Mondkalender
  • mindestens zwei zusätzliche Kessel
  • silberner Dolch (ersatzweise oder ergänzend zu herkömmlichen Schneidmesser)

 

Ebenfalls unabdingbar ist die Kenntnis und das problemlose Ausführen nachfolgender Zauber:

  • Aguamenti – Löschzauber
  • Tergeo – Reinigungszauber
  • Evanesco – Verschwindezauber
  • diverse Erste-Hilfe-Zauber
  • diverse Versiegelungs- und Konservierungszauber
  • (Specialis) Revelio - Enthüllungszauber

 

Hilfreich kann zudem einen Hausbestand folgender Hilfsmittel zu haben:

 

  • Murtlapessenz
  • ausreichend Heilkräuter wie z. B. Diptam, Knöterich etc.
  • fensterloser Raum
  • ggf. Bezoare
  • Flohpulver (um ggf. direkt ins St.-Mungo's zu gelangen)
  • magische Verbände

 

Wenn Sie sich erstmalig an den Tränken meines Buches versuchen, empfehle ich dringend, dies nur unter Aufsicht eines erfahrenen Zaubertrankmeisters zu tun!

 

 

 

 

III Rezepturen

 

Trank der Lebenden Toten

Ein starker Schlaftrunk, der gut dosiert werden muss

 

 

  • 250 ml Wasser
  • 150 ml Blut einer afrikanischen Seeschlange
  • 1 geriebene oder fein zerhackte Affrodilwurzel
  • 100 g Wermut
  • 5 ml Belladonna-Essenz
  • 1 Baldrianwurzel
  • 12 Schlafbohnen

 

  1. Zerschneiden Sie eine Schlafbohne und fangen Sie ihren Saft auf.

  1. Zerhacken Sie die 100g Wermut.

  1. Geben Sie dann beides in den Kessel, fügen Sie 250 ml Wasser hinzu und bringen Sie das Ganze zum Kochen! Messen Sie sehr vorsichtig 150 ml vom Blut der afrikanischen Seeschlange ab und gießen Sie es in den Trank! Vermeiden Sie es, das Blut im Messbecher stark zu schütteln.

  1. Schneiden Sie die Affrodilwurzel in kleine Scheiben, auch zerreiben ist möglich. Wenn der Trank bläulich dampft, geben Sie die zerkleinerte Affrodilwurzel in den Wermutaufguss.

  2. Verringern Sie die Flüssigkeit, indem Sie den Trank 30 Minuten sieden lassen.

  1. Währenddessen zerhacken Sie die Baldrianwurzel fein und zerschneiden die 11 restlichen Schlafbohnen. Fangen Sie den Saft im Messbecher ab.

  1. Vermischen Sie die zerhackte Baldrianwurzel mit dem Schlafbohnensaft.

  2. Nach der vergangenen Siedezeit die Schlafbohnenmixtur hinzugeben. Der Trank wird violett.

  1. Abschließend die 5 ml Belladonnaessenz hinzuträufeln. Wenn alles richtig umgesetzt wurde, verfärbt sich der brombeerviolette Farbton ins Klare. Rühren Sie den Trank zuletzt sieben Mal im Uhrzeigersinn herum!

  1. Lassen Sie ihn abkühlen, füllen Sie ihn in ein Glas und lassen Sie den Trank einen ganzen Mondzyklus am mondbeschienenen Fenster stehen, bevor Sie ihn verwenden.

 

 

Felix Felicis – Flüssiges Glück

 

  • 1 Liter mondbeschienenes Gebirgswasser
  • 7 g Feenstaub, frisch vom Flügeln oder 7g echter Sternenstaub
  • 1 zermalener Mondstein
  • 120 g Einhornhaar von der Mähne
  • 7 g Goldregen-Blüten
  • 3 Skarabäuskäfer
  • 1 Billiwigstachel
  • 3 Tropfen Drachenblut

Geräte:

  • Drachenhauthandschuhe
  • kleiner Goldkessel

 

Die Originalrezeptur:

Sprudelndes Wasser, leuchtend und wild, aus einem rauen Stein entsprungen, das ist die Quelle des Glücks. In Gold eingefangen, in Vollmondschein gebetet. Drei heilige Zyklen vergangen. Wenn der große Riese sich von seinem Auge getrennt, lass mächtiges Glück aus Dir fließen in den Stein. Dann entfache das Feuer und bring dein Glück zum Glühen. Hernach das Wasser sprudelt wieder und von einem unschuldigen Wesen, gib jede Stunde, einen Tag entlang, wie Du Finger an den Händen hast. Dann werden deine Hände das Glück bei einem Stab packen und das Gebräu nach der Sonne drehen, drei Mal und einmal nach dem Mond. Wenn goldener Regen sieben mal in den Trank gefallen und sieben mal die Sternenprise hernüber geweht ist, werden deine Hände das Glück bei seinem Stab packen und rühren nach der Sonne, 3 Mal und einmal nach dem Mond. Zu Staub zermahlenes Käfertier aus dem Morgenland lässt eine wohlige Sonne erglühen. Wenn das Geschehen, wähle das was irr dich macht. Denn nur versponnene Narren finden das Glück. Und erbeuten drei Blutstropfen vom mächtigen Drachen. Und drei Zyklen musst Du sieben Mal bei Nacht den Stab ergreifen, 3 Mal nach der Sonne, 1 Mal nach dem Mond. Und wenn es fließt wie Seide und leuchtet wie Gold, dann ist es reif für den Tag.

 

 

 

Trunk des Friedens

 

  • 1 Mondstein
  • 5 g Nieswurz
  • 70 ml Wasser
  • 75 g Zucker

 

Geräte:

  • Drachenhauthandschuhe
  • Kupferkessel
  • Pipette
  • Phiole

 

Dies sei die Rezeptur zur Bräu des Trunkes des Friedens, welche Gelassenheit und Ruhe entfachet und jeglich Zorn und Ärger von dannen wischet.

Man pulverisiere den Mundstein zu sandig Korn und wahre ihn fern anderer Kompenenten.

Nun hacke man Nieswurz gar fein und gebe ihn in einen Kessel. 50 ml Wasser und 75 g gängig Zucker hinzu, nun rühre man die Mischung sorgfältig durch. Nun bringe man den gewonnenen Sirup auf 100 Grade.

Dies siede nun genaue 7 Minuten, wobei zum Schlage jedes Minutenbeginnes je einmal in jede Richtung gerührt werde, beginnend entgegen des Uhrenlaufs.

So werde der Zucker zu gar dunkler Schmelze, ebenjenem Karamel, welches von Kindern so heiß begehrt.

Nun hole man den Kessel von der Flamm und entnehme mit einem Träufelröhrchen zwei Male je einen Tropfen des Sirups, welche man nun in ein gar leeres Kristallröhrchen gebe. In dieses fülle man nun auch das Pulver des Mondsteins und gieße das Ganze mit dem restlich Wasser auf.

Volle 5 Minuten schüttele man das verschlossen Gefäß nun recht heftig.

Nun warte man, bis die Mixtur wieder ruhig, wobei sich die schweren Bestandteile herablassen werden. Ein weißer Trank sollte nun das Ergebnis sein.

Man möge nach Vollendung gar sorgfältig sein Gerät reinigen und es von jeglich Rest des Gemisches befreien!

 

 

Euphorieelexier

  •  
  • 800 ml Wasser
  • 2 – 3 Pfefferminzzweige
  • 5 getrocknete Billywig-Stacheln
  • 20 g Nieskraut
  • 100 ml Met
  • 50 g Waldhonig
  • 3 Stengel Liebstöckel
  •  
  1. Den Met und den Waldhonig zusammen auf dem Kesselboden vermengen, bis eine leicht zähe, goldfarbene Substanz entsteht. Erst dann den Kessel auf 44 ° C erhitzen.

  1. 200 ml Wasser langsam dazugeben, dabei fortlaufend gegen den Uhrzeigersinn rühren.

  1. Die Temperatur auf 55 °C eröhen. Die Flüssigkeit 11 Minuten bei dieser Temperatur ziehen lassen.

  1. Liebstöckel und Nieskraut zerreiben und diese nach den 11 Minuten IM Uhrzeigersinn unterrühren.

  1. Die Billywigstacheln pulverisieren, während das Gebräu weitere 11 Minuten bei 77 °C zieht.

  1. Nun das gewonnene Pulver schnell einstreuen und die Pfefferminzzweige im Ganzen zuletzt hineinwerfen.

  1. Zuletzt weitere 7 Minuten folgendermaßen rühren: 11x im Uhrzeigersinn, 1x dagegen, 11x im Uhrzeigersinn, 2x dagegen, 11x im Uhrzeigersinn, 3x dagegen (und so weiter), bis man bei je 11x in beide Richtungen angelangt ist. Dann wieder von vorn beginnen.

 

Der Trank sollte seine sonnengelbe Farbe, die er seit 3.) erlangt hat, die ganze Zeit über behalten. Mit einem Abkühlzauber die Mixtur auf 22 °C herunterkühlen – fertig!!!

 

 

Amortentia – Die Königin der Liebestränke

 

  • 250 ml Wasser
  • 500 ml Rotwein (lieblich, mind. 5 Jahre alt)
  • 1 gefrorenes Aschwinderinnen-Ei (2, falls der Trank sehr stark wirken soll)
  • 100g Liebstöckel
  • 10 ml Belladonnaessenz
  • 10 g Wermut-Wurzel
  • wahlweise 1 Billywigstachel oder 20 g Löffelkraut
  • (der Billywigstachel ist geeignet für bereits vorherrschende Antipathie, Löffelkraut
  • ist bei völlig Fremden am wirksamsten)
  • sowie
  • 1 Teil der Person, zu der sich der Konsument hingezogen fühlen soll (Haar, Fingernagel, Wimper, Hautschuppe etc.)

 

Achtung: Amortentia wird am besten in einem kleinen Kupferkessel gebraut, bester Zeitpunkt ist hierfür eine mondhelle Nacht!

 

Die Hälfte des Weines auf 150 °C erhitzen.

Den Liebstöckel kleinschneiden, samt Wurzeln und Blätter, dabei darauf achten, dass die Pflanzenteile nicht zerquetscht werden! Den zerschnittenen Liebstöckel dann in den Wein geben und unverührt genau 1 Stunde bei konstanter Temperatur kochen lassen. Am Ende der Garzeit sollte etwa die Hälfte der Flüssigkeit verdampft sein.

Nun den Sud mit den 250 ml Wasser wieder auffüllen und die Temperatur auf 99°C senken.

Die Wermutwurzel zerstampfen und mit 100 ml Wein in einem separaten Gefäß verrühren. Diese Mischung genau 4 Stunden und 26 Minuten am offenen Fenster (vorzugsweise im Mondlicht, wobei die zunehmende Mondphase zu bevorzugen ist) ziehen lassen. In dieser Zeit den Kessel weiter auf 99°C halten.

Anschließend die Wein-Wermut-Mischung tropfenweise in den Kessel geben. Dabei unentwegt im Uhzeigersinn rühren.

 

Achtung: Jetzt wird der Zauberstab benötigt!!!!

 

Den Sud blitzartig auf 133 °C erhitzen und bei Erreichen der Temperatur sofort das Aschwinderin-Ei im Stück in den Kessel gleiten lassen. Mit dem Zauberstab (!) dreimal gegen den Uhrzeigersinn rühren und bei jeder Umdrehung je 1x deutlich die Worte „Amortentia Enervatio!“ sprechen.

Das Gebräu sollte sich nun schlagartig blutrot verfärben und einen bereits leicht angenehmen Duft verströmen.

Billywigstachel oder Löffelkraut pulverisieren bzw. zerstampfen und in den Kessel geben. Der angenehme Duft verstärkt sich nun und wird so betörend, dass man evtl. mit Geruchsschutz arbeiten sollte, um klaren Geistes zu bleiben.

Den Trank nun 1 Mondzyklus an einem mondbeschienen Fensterplatz ziehen lassen, mit den weiteren Schritten vorzugsweise nachts fortfahren.

Zuletzt den Teil der Person hinzugeben, für die die „Liebe“ entfacht werden soll (meist man selbst).

Die Oberfläche des Trankes beginnt nun zu perlmuttartig in allen Farben zu schillern und silbrigen Dampf zu verströmen, der spiralenförmit aufsteigt.

Charakteristisch ist weiterhin der Duft, der für jeden extrem anziehend wirkt und dabei die jeweiligen Duftnoten enthält, die jeden einzelnen am meisten betören (individuell).

Theoretisch ist der Trank nun bereits „verzehrfertig.“ Um die Wirkung zu steigern, empfiehlt es sich aber, ihn noch weiter zu lagern – je länger, desto stärker die Wirkung. Allerdings wird dadurch auch die Zurechnungsfähigkeit und Selbstkontrolle des Trinkers beeinträchtigt, so dass von einer längeren Lagerung als 1 Monat dringend abgeraten wird.

 

 

Schluckauflösung

-eine mittelschwere Rezeptur, deren Wirkung auf geselligen Zusammenkünften stets für Erheiterung sorgt. Der entstandene Schluckauf äußert sich bei richtiger Zubereitung in Form von tierischen Geräuschen.

  • ½ Drachenleber
  • 3-4 Snargaluff-Kokons
  • 10 Stachelschweinpastillen
  • 1 ganzer Kartoffelbauchpilz
  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Löwenfischgräten
  • 1 Schuss Feuerwhiskey

 

Die Löwenfischgräten raspeln und in das kochende Wasser rühren (Richtung unerheblich).

Sobald sich das Gebräu hellgrün färbt, die Stachelschweinpastillen einzeln hineinwerfen.

Die Mischung 20 Minuten auf dem Siedepunkt halten.

In dieser Zeit den Kartoffelbauchpilz schälen und in etwa kirschgroße Würfel schneiden. Außerdem die Drachenleber in feine Streifen zerteilen. Beides miteinander in einer separaten Schale vermischen und 1 Schuss Feuerwhiskey darüber spritzen.

Nach Ablauf der Siedezeit diese Mixtur in den Kessel leeren und die Temperatur auf 81°C senken.

Genau 27x gegen den Uhrzeigersinn rühren.

Die Snargaluff-Kokons im Ganzen hinzufügen und solange IM Uhrzeigersinn rühren, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Dies kann bis zu 15 Minuten dauern. Das Rühren muss nicht von Hand vonstatten gehen, selbstumrührende Kessel oder Mobilus-Zauber helfen sicher weiter.

Die Temperatur des inzwischen giftgrünen Trank mittels Gefrierzauber auf 0°C senken. Die sorbet-artige Substanz nun in eine breithalsige Flasche füllen und langsam im Sonnenlicht schmelzen lassen, bis sie wieder vollkommen flüssig ist.

Beste Ergebnisse erzielen Sie, wenn sie den Trank tropfenweise in süsse Getränke wie Met, heiße Schokolade oder Kürbissaft geben oder sie unter eine Kuchenglasur rühren.

 

 

Alterungstrank

... wie der Name schon sagt....

  • 150 g Warzhautpulver
  • 20 g gemahlenes Zweihorn-Horn
  • 1 Schöpflöffel Pufferfischaugen
  • 33 g Baumschlangenhaut
  • 1 EL Bubotubler-Eiter
  • 4 Riesenschildkröteneier
  • 500 ml Wasser

Die Riesenschildkröteneier am Kesselrand aufschlagen und den Inhalt langsam in den Kessel fließen lassen. Dann den Bubotublereiter hinzugeben.

Erst jetzt das Feuer entzünden und das Gemisch unter dauerndem Rühren (Richtung unerheblich) über die Dauer von 5 Minuten langsam auf 80° C erwärmen.

Dann die Hälfte des Wassers (also 250 ml) hinzugeben und die Mixtur zum Kochen bringen.

Die Mischung sollte jetzt einen silbrigen Schimmer annehmen.

Die Pufferfischaugen langsam einstreuen.

Anschließend 8x gegen den Uhrzeigersinn rühren und danach 6 Stunden bei 75° C ziehen lassen.

Zwischenergebnis: Anthrazitfarben, sehr dünnflüssig, kräftig rauchend

Die Baumschlangenhaut sehr klein schneiden und mit dem gemahlenen Zweihorn-Horn in einer Mörserschale vermengen.

Die Mischung über 10 Minuten nach und nach in den Trank streuen. Nach je einer Minute abwechselnd 1x im und 1x gegen den Uhrzeitersinn rühren.

Der Trank sollte jetzt hellgrau sein und es sollten feine Rauchfäden aufsteigen.

Nun das Warzhautpulver unter dauerndem Rühren hinzugeben – über einen Zeitraum von mindestens 12 Minuten.

Zuletzt noch einmal 6 Stunden bei jetzt nur noch 50° C ziehen lassen.

Endergebnis: silbrig-grau, stoßweise rauchend, sehr wässrig

je nach gewünschter Alterung zwischen ein paar Tropfen (wenige Wochen) und einer Tasse einnehmen (ca. 25 Jahre).

Eine Umkehr der Wirkung ist nur durch den sehr viel komplizierteren Verjüngungstrank möglich und sollte ausschließlich von ausgebildeten Heilern vorgenommen und von ihnen überwacht werden!!!!!

 

 

Veritaserum

 

  • 50 g Baumschlangenhaut
  • 1 ganze, unzerfledderte Jobberknollfeder
  • 1 Tropfen vom Gift einer Königskobra
  • 1 gut gewachsene Affodilwurzel
  • 1 Aschwinderin-Ei
  • 150 g Wermut
  • 2 Liter Wasser

 

Ein halbes gefrorenes Aschwinderin-Ei raspeln und den kristallinen Staub in einer Kristallschale (!) auffangen. 1 Tropfen Kobragift in die Mitte der Schale tropfen lassen. Es muss nun ein winziger, glühender Krater entstehen, der sich sehr langsam ausweitet.

Nach 6 Stunden sollte er groß genug sein. Ihn nun mit der zweiten (ungeraspelten) Hälfte des Aschwinderin-Eis versiegeln.

Die Schale nun mit einem halben Liter kochenden Wasser auffüllen.

1 Mondzyklus in einem völlig geräuschfreien Raum stehen lassen.

Nun bringe man 1 Liter Wasser zum Kochen. Den Wermut kleinschneiden und ins siedende Wasser geben. Nach 1 Stunde die zerkochten Stücke wieder entfernen.

Die Schale mit dem verarbeiteten Ei der Aschwinderin sollte jetzt eine klare, glatte Flüssigkeit ohne Feststoffe enthalten. Diese langsam in den Kessel zum Wermutsud gießen und dabei fortwährend im Uhrzeigersinn mit dem Zauberstab (!) rühren. Bei jeder Umdrehung die Worte „Veritia Enervate!“ flüstern (nicht laut sprechen!).

Die Prozedur sollte mindestens 3 Minuten dauern.

Die Affodilwurzel zerfasern und lose auf die Oberfläche fallen lassen. Sie sollten kurz erglühen und dann zerfallen.

Die Mixtur eine Dekade (wieder in einem geräuschfreien Raum) ziehen lassen.

Zuletzt die Jobberknollfeder hineinfallen lassen.

Sie sollte sofort in Flammen aufgehen. Die Asche färbt den zuvor noch himmelblauen Trank schlagartig kristallklar und lässt ihn erkalten.

Bitte beachten Sie, dass drei Tropfen völlig ausreichen, um einen Menschen für die Dauer von etwa 1 Stunde dazu zu zwingen, die reine Wahrheit von sich zu geben!

 

 

 

Sonderfall: Gifte und Gegengifte

 

Beinahe jede magische Mixtur ist zugleich auch ein Gift, wenn sie falsch gebraut oder falsch dosiert wurde. Dies gilt auch und insbesondere für eigentlich positiv wirkende Tränke wie Felix Felicis, Trunk des Friedens, Amortentia etc.

Von Grund auf giftige Bräue werden hier aus Sicherheitsgründen nicht behandelt.

 

Für Gegengifte sollten GRUNDSÄTZLICH fachkundige Heiler zu Rate gezogen werden. Um die Komplexität von Gegengiften zu verdeutlichen, sei hier folgendes angemerkt:

 

Merke - Golpalotts drittes Gesetz:

 

Das Gegengift für eine Giftmischung ist mehr als die Summe der Gegengifte für je den einzelnen Bestandteil.

Notwendig ist zudem eine weitere Zutat, die vermittels eines beinahe alchmistischen Prozesses diese unterschiedlichen Elemente verwandelt.

 

Zur Entschlüsselung einer Giftmischung eignet sich zumeist der Relevatiozauber nach Scarpin.

 

Eine Auswahl gängiger und seltener Gegengifte:

 

  • Weinrautenessenz (siehe „Zaubertränke und Zauberbräue“ von Arsenius Bunsen“)
  • Alraunentrank (siehe „Höchst potente Zaubertränke“)
  • Diptam (siehe „Tausend Zauberkräuter und -pilze“ von Phyllida Spore)
  • Einhornblut (siehe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von Newt Lurch Scamander)
  • Phönixtränen (siehe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von Newt Lurch Scamander)
  • Bezoare
  • Murtlapessenz (siehe „Zaubertränke und Zauberbräue“ von Arsenius Bunsen“)
  • Gegentränke“ wie Verjüngungstrank, Abschwell- und Schrumpftrank, Trunk des Friedens etc. (siehe einschlägige Literatur)

 

Machen Sie sich vor dem Brauen gefährlicher Tränke stets mit behandelnden Gegenmaßnahmen vertraut bzw. beschaffen Sie sich wirksame Gegengifte!

 

 

 

V Nachwort

 

Sie haben nun einige der schwierigsten und vielleicht auch risikoreichsten Tränke kennengelernt, die die Zaubertrankkunde aufzubieten hat. Mein Interesse gilt mehr der Faszination dieser Wissenschaft und somit dem eigentlichen Brauen als der Verwendung und damit behafteten rechtlichen Problemen.

Bitte erkundigen Sie sich beim Zaubereiministerium über die aktuelle Gesetzeslage zur Anwendung des gewünschten Trankes BEVOR sie ihn benutzen.

 

Strenge Regelungen gibt es in jedem Falle beim Konsum von

 

  • Felix Felicis
  • Dem Trank der Lebenden Toten
  • Giften aller Art

 

In der Hoffnung, Sie nicht zu unbedachten Handlungen zu verleiten, verbleibe ich

 

Hochachtungsvoll

 

Libatius Borage



Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!